Jubel für William Kentridges «Wozzeck» in Salzburg
Kentridge hatte Georg Büchners 1836/37 entstandenes Dramenfragment um den einfachen Soldaten «Woyzeck», der aus Erniedrigung und bitterer Armut heraus erst sein Mädchen Marie und dann sich selbst tötet, auf die Schlachtfelder des Ersten Weltkrieges verlegt.
Der Südafrikaner liess den Horror des Krieges in animierten Kohlezeichnungen und Filmsequenzen aufleben. Berg komponierte die Oper während und nach dem Krieg; sie wurde 1925 uraufgeführt.
Heftig umjubelt wurden auch der Bariton Matthias Goerne in der Titelrolle und die litauische Sopranistin Asmik Grigorian als Marie sowie der russische Dirigent Vladimir Jurowski am Pult der Wiener Philharmoniker und der Konzertvereinigung Wiener Staatsopernchor.
Der «Wozzeck» war die vorletzte Opern-Neuinszenierung der diesjährigen Festspiele. Der Reigen der Opernpremieren wird am 20. August mit Aribert Reimanns «Lear» beschlossen.